Wer vor großen Aufgaben steht, schließt sich mit anderen zusammen und entwickelt eine gemeinsame Strategie! Wer als Team agiert, investiert in Gemeinschaft und erntet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Der Geist des „Wir“ macht Unmögliches möglich. Doch was für den Urmenschen selbstverständlich war, muss heute immer wieder trainiert und geübt werden.

Nach Michel Serres* sucht unser Gehirns eine neue Funktion.

Bis zur Erfindung des Buchdrucks war unser Gehirn neben der Sicherung der Lebensgrundlagen vorwiegend damit beschäftig, Wissen in Form von Liedern und Geschichten zu tradieren. Mit dem Buchdruck kam eine große Veränderung. Das gebundene Wissen wurde durch Bibliotheken für Viele greifbarer, Universitäten wurden zu Zentren des Wissens. Auf den Buchdruck folgte quasi Reformation und Aufklärung. Das Denken wurde befreit, weil das Wissen gebunden wurde.

Die gegenwärtigen Veränderungen haben vermutlich ebenso große Auswirkungen.  Mit drei Wisch-Gesten habe ich das gesammelte Wissen der Welt auf meinem Handy. Serres betitelt dies als das „Ende des Zeitalters des Wissens“.

Was wird unser Gehirn mit dieser neuerlichen Befreiung tun? Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wünschte ich mir mehr Empathie. Seien wir sozial! Tun wir das, was die Ursubstanz der menschlichen Evolution ist! Agieren und reagieren wir als Teil eines Teams. Wenn unser Leben nicht mehr davon abhängt ein Mammut zu erlegen, haben wir mehr Ressourcen als je zuvor, um an gemeinsamen Visionen zu arbeiten.